Taicang/Ditzingen, 9. Mai 2008 - TRUMPF ist in China schon seit vielen Jahren mit Vertriebs- und Service-Niederlassungen an zwölf Standorten vertreten und produziert auch dort. Nun hat das Ditzinger Hochtechnologieunternehmen in Taicang den Grundstein für ein neues Produktionsgebäude gelegt, in dem ab Juli 2009 drei bestehende Fertigungsstätten an einem Ort gebündelt werden. Neben der Produktion einer Werkzeugmaschine und eines Operationstisches führt das Unternehmen auch seinen Musterbetrieb für Blechbauteile in der neuen Fabrik zusammen. Rund 200 Mitarbeiter werden dort beschäftigt sein. „Dieser konsequente und schrittweise Aufbau des Standortes spiegelt unsere Philosophie eines kontinuierlichen und verlässlichen Engagements im chinesischen Markt wider“, betonte Peter Leibinger, Stellvertretender Vorsitzender der TRUMPF Geschäftsführung, anlässlich der Grundsteinlegung in Taicang.
TRUMPF wird auf einer Fläche von knapp 10.000 Quadratmetern neben der Produktion auch ein Schulungszentrum, ein Vorführzentrum, ein Laserapplikationszentrum sowie die Logistik unterbringen. Das Gesamtvolumen der Investition in Taicang beträgt 15 Millionen Euro. Die 50 Kilometer nördlich von Shanghai gelegene Industriestadt wird auch „Klein-Schwaben“ genannt, denn TRUMPF ist dort nicht das einzige süddeutsche Unternehmen.
Bereits seit Januar 2008 fertigt TRUMPF die Laser-Flachbettmaschine TruLaser 3030 in Taicang in angemieteten Gebäuden, wobei das Unternehmen Kernkomponenten aus Europa zuliefert. Die Lasermaschinen sind ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt. Im Jahr 2005 nahm TRUMPF die Produktion des Operationstisches Merkur auf, einem Basis-Modell der OP-Tisch-Reihe. Der Fertigungsbetrieb für hochwertige Blechkomponenten mit Vorführ- und Anwendungszentrum wurde im Jahr 2000 gegründet. Er ermöglicht TRUMPF einen einzigartigen Einblick in die Bedürfnisse seiner chinesischen Kunden und deren Applikationsprozesse – angefangen bei der Qualität der lokalen Rohmaterialien, über die Reinheit der gelieferten Prozessgase, der Qualifikation der Maschinenbediener bis hin zu den Marktpreisen und der Wettbewerbssituation. Aufgrund des Erfolges eröffnet TRUMPF im Juli dieses Jahres einen weiteren Fertigungsbetrieb im südchinesischen Dongguan.
Die in Taicang hergestellten Produkte haben entsprechend der globalen Produktstrategie denselben hohen Qualitätsstandard wie beispielsweise in Deutschland. „Der Ausbau der lokalen Produktion ermöglicht uns, deutlich besser auf die Anforderungen unserer chinesischen Kunden einzugehen“, sagte Peter Höcklin, Geschäftsführer TRUMPF China. Kürzere Lieferzeiten und eine bessere Kundenbetreuung sind wichtige Vorteile, die sich durch den Ausbau des Standortes Taicang ergeben. Aber auch die Schulung der Servicetechniker vor Ort sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen verbessere sich.
China ist für TRUMPF ein wichtiger Markt mit großem Zukunftspotential. Daher haben TRUMPF und SiberHegner (jetziger Name: DKSH) im Jahr 2002 ein Vertriebs-Joint-Venture vereinbart. Unter dem Namen TRUMPF SiberHegner haben sie ein engmaschiges Vertriebs- und Service-Netz in China aufgebaut, das die wichtigen Industriegebiete abdeckt. Während Vertrieb und Service auch weiterhin durch das Gemeinschaftsunternehmen erfolgen, sind die Produktionsstätten zu 100 Prozent im Besitz der TRUMPF Gruppe.
Insgesamt beschäftigt TRUMPF derzeit in China etwa 180 Mitarbeiter. Der Umsatz ist in den letzten fünf Jahren deutlich – um durchschnittlich 40 Prozent pro Jahr – gewachsen. Für das Geschäftsjahr 2007/2008, das am 30. Juni endet, rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von etwa 70 Millionen Euro.
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Peter Höcklin
Geschäftsführer TRUMPF China
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Peter.Hoecklin@cn.trumpf.com
TRUMPF GmbH + Co. KG (www.trumpf.com)
Die TRUMPF Gruppe zählt mit einem Umsatz von 1,94 Milliarden € (Geschäftsjahr 2006/07) und rund 7.800 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Unternehmen in der Fertigungstechnik. Unter dem Dach einer Holding sind die drei Geschäftsbereiche – Werkzeugmaschinen/
Elektrowerkzeuge, Lasertechnik/Elektronik und Medizintechnik – zusammengefasst. Kerngeschäft sind Werkzeugmaschinen für die flexible Blechbearbeitung zum Stanzen und Umformen, für die Laserbearbeitung und zum Biegen. Im Bereich industrieller Laser und Lasersysteme ist das Unternehmen mit Stammsitz in Ditzingen nahe Stuttgart Technologie- und Weltmarktführer. Mit über 50 Tochtergesellschaften und Niederlassungen ist die Gruppe in fast allen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Asien vertreten. Produktionsstandorte befinden sich in Deutschland, China, Frankreich, Japan, Mexiko, Österreich, Polen, in der Schweiz, in Taiwan, Tschechien und in den USA.