Die Saaler AG

1886 - 1931

Eröffnung der mechanischen Werkstätte

Noch im selben Jahr der Rückkehr von Friederike und Karl Saaler 1866, eröffnete der junge Saaler neben der Schmiede eine mechanische Werkstätte. Dort wurden neben Maschinen für Schlosser und Mechaniker auch Uhren und Zahnräder hergestellt.

Eine Maschinenfabrik entsteht

Nach dem Tod von Karl Saalers Schwiegervater Georg Friedrich Zimmermann 1881 fasste er die beiden Fertigungsstätten zusammen und baute sie zu einer Maschinenfabrik aus. Das bisherige Produktportfolio wurde um Maschinen für die Textilindustrie, für die Lederfabrikation und Müllereien erweitert. 1884 wurde der Standort durch eine Gießerei für Rot- und Grauguss ergänzt, um sowohl den eigenen als auch den Kundenbedarf zu decken. In den folgenden Jahren kam die Herstellung von Turbinen, Wasserrädern, Dampfmaschinen, Brückenkonstruktionen und Spezialmaschinen zur Herstellung von Stahlspänen und Stahlwolle hinzu.

Die Gießerei

 Maschinen zur Herstellung von Stahlwolle

Belegschaft um 1898 

Die Saaler AG

1903 wurde der Betrieb in die Familien-Aktiengesellschaft „Saaler AG“ umgewandelt, aus der Karl Saaler ausschied und nur noch als Vorsitzender des Aufsichtsrats tätig war. Ein Jahr später wurde der Betrieb um ein Röhrenwalzwerk mit einer Verzinkerei erweitert. 1905 trat Ernst Saaler, eines der acht Kinder von Karl Saaler, in den Betrieb ein. Nach dem Tod von Karl Saaler am 23. September 1913 übernahm Ernst die Leitung.

Ernst Saaler (Foto: entnommen aus dem Teninger Amtsblatt vom 28. Februar 1941)

Produktion der Gaswascher 

Belegschaft um 1903

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Gründung der Aluminum GmbH

Die Saaler AG trat im Jahre 1910 mit dem Schweizer Ingenieur Gautschi in Verbindung, der ein Verfahren zur Herstellung von Aluminiumfolien entwickelte. Um sich ein weiteres Standbein aufzubauen, gründeten die Saaler AG und die Firma Wolf Netter Ludwigshafen die Firma Aluminium GmbH. Emil Tscheulin, der 1899 als Lehrling in die Saaler AG eintrat, übernahm die Leitung des Aluminiumwerks und brachte 1911 die erste Alufolie auf den Markt. 1913 gründete er zusammen mit seinem Schwager Wilhelm Ingold ein eigenes Werk, die Aluminium-Folien-Fabrik GmbH, in der während des Zweiten Weltkrieges von Tscheulin, der Wehrwirtschaftsführer war, Zwangsarbeiter beschäftigt wurden. (Foto: Tscheulin-Rothal GmbH)

Vom goldenen Zeitalter bis zum Konkurs

Der Zeitraum von 1900 bis zum ersten Weltkrieg galt für die Saaler AG als goldenes Zeitalter mit bis zu 180 Beschäftigten. Ab 1913 ließ Eduard Theisen seine Desingrator-Gaswäscher, zur Reinigung von Hochofen-Abgasen, in der Maschinenfabrik Saaler AG bauen, dessen Produktion er zuvor schon von Baden-Baden nach Emmendingen verlegte. Als am 24. Oktober 1929 die Aktienkurse an der New Yorker Börse abrutschten, stürzte die gesamte Weltwirschaft in eine Krise, auch die Saaler AG musste 1931 Konkurs anmelden. 

Gaswascher

Belegschaft der Eisengießerei im Jahr 1914

Logo

Das Zimmermann’sche Z wurde im „Logo“ bzw. als Teil der Wortmarke der Saaler AG übernommen. 


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