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Das Leben von Berthold Leibinger: Ein Rückblick aus vier Perspektiven

Ingenieurstalent, Risikobereitschaft, Weltoffenheit: Viele seiner Zeitgenossen bezeichnen diese Eigenschaften von Berthold Leibinger als Erfolgsformel für seinen persönlichen Erfolg und den Aufstieg von TRUMPF zum Weltmarktführer im Maschinenbau und der Lasertechnologie.

Berthold Leibinger und Ehefrau Doris

"Ich möchte meinem Land, das mir so viel gegeben hat, nur etwas davon zurückgeben."

Prof. Dr. Berthold Leibinger
TRUMPF Gesellschafter zusammen mit seiner Frau Doris

Mit seiner großen Lust, immer wieder etwas ganz Neues auszuprobieren, machte Leibinger TRUMPF über mehr als fünf Jahrzehnte zum Garanten für Innovation. Dabei half ihm nicht nur seine Arbeitsdisziplin – geprägt durch seine protestantisch-pietistische Erziehung in Korntal – sondern auch seine Technikliebe und Weltoffenheit, die ihm ebenfalls von seinen Eltern mitgegeben wurde. Sein Vater, gelernter Chirurgiemechaniker, stammte aus einer Familie mit Wurzeln in der Medizintechnik, seine Mutter betrieb ein Ostasiatika-Geschäft in Stuttgart. So wagte Leibinger früh den Schritt ins Ausland, um wichtige technologische Entwicklungssprünge seines Unternehmens eigenständig voranzutreiben und TRUMPF zu einem Global Player auszubauen.

Mit seiner Ehefrau Doris hat Berthold Leibinger drei Kinder. 2005 übergab er den Vorsitz der Geschäftsführung an seine Tochter Nicola Leibinger-Kammüller, Sohn Peter Leibinger wurde stellvertretender Vorsitzender. Die jüngste Tochter Regine Leibinger führt in Berlin das Architekturbüro Barkow Leibinger.

Berthold Leibinger war nicht nur ein begnadeter Unternehmer und Ingenieur mit dem ständigen Willen zur Veränderung, sondern auch ein Mensch des öffentlichen Lebens, der sein Tun immer auch im Hinblick auf seinen gesellschaftlichen und kulturellen Beitrag beleuchtet hat. Die ihn prägenden Einflüsse, seine wichtigsten Erfindungen und unternehmerischen Entscheidungen sowie sein Wirken in der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft finden Sie auf dieser Seite zusammengefasst.

„Neugierde als Grundzustand“

Berthold Leibinger reflektiert über seine Liebe für Technik, Kunst, Musik, Literatur und Japan.

Kindheit, Elternhaus und Ausbildung – Berthold Leibinger und seine frühen Einflüsse

"Der Laser ist ein Werkzeug, mit dem man trennen oder verbinden kann – es kommt nur auf die Einstellung an."

Prof. Dr. Berthold Leibinger
TRUMPF Gesellschafter im Gespräch mit Erich Honecker

Leibingers Erfindergeist und Ingenieurstalent als Innovationsgaranten in der Blechbearbeitung

Erste Patente als Student

Als Diplomand bei TRUMPF beschäftigte sich Leibinger 1957 mit den technischen Unzulänglichkeiten der damals zum Schneiden von Blech gängigen Aushauscheren. Das Ergebnis: die Kopiernibbelmaschine, die der Motor des TRUMPF Erfolgs in den Wirtschaftswunderjahren werden sollte und TRUMPF in der Presse den Namen „Nibblerkönig“ einbrachte.

Leben und Arbeiten in Amerika

1958 erfüllten sich Leibinger und seine Ehefrau Doris den Traum, in den USA zu leben und zu arbeiten. Zwei Jahre lang war er bei Cincinnati Milling Machine Company in Wilmington (Ohio) – damals größter Werkzeugmaschinenhersteller der Welt – als Konstrukteur tätig.

Zurück in Deutschland mit neuen Ideen

In den USA kam Leibinger erstmals mit numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen in Kontakt. Diese inspirierten ihn, Mitte der 1960er selbst eine numerisch gesteuerte Kopierstanzmaschine zu entwickeln. Der Mut zahlte sich aus: Die TRUMATIC 20 wurde auf der Europäischen Werkzeugmaschinen-Ausstellung in Paris 1968 zur Sensation.

Neuerfindungen im Bereich der Elektrowerkzeuge

1963 schaffte Leibinger auf dem Gebiet der Elektrowerkzeuge einen Durchbruch: Mit dem neuen, per Hand bedienbaren Schweißkantenformer TKF kann ein Arbeiter in vollständiger Umkehrung des bisherigen Verfahrens, durch schrittweise Bearbeitung eines stationären Bleches, Schweißkanten erzeugen. Die Innovation stellte nur eines seiner zahlreichen Patente dar.

Revolution in der Blechbearbeitung

Während eines erneuten USA-Aufenthalts im Jahr 1978 untersuchte Leibinger persönlich, ob sich ein CO2-Laser auch zum Schneiden von Blech eignet. Seine Eingebung erwies sich wieder mal als richtig: Ein Jahr später präsentiert er die erste kombinierte Stanz-Lasermaschine, zunächst noch mit Strahlquellen aus den USA.

Der Laser wird zum Verkaufsschlager

Natürlich trieb Leibinger der Ehrgeiz an, die Strahlquellen im eigenen Haus zu produzieren. Das gelang ihm 1985 mit dem ersten, selbst entwickelten CO2-Laser, dem TRUMPF LASER TLF 1000. Nur vier Jahre später brachte er den ersten „gefalteten“ Laser von TRUMPF auf den Markt, der bis heute der meistverkaufte Multikilowatt-Laser weltweit ist.

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Internationalisierung, Unabhängigkeit, Kundennähe: Leibingers unternehmerische Prinzipien als Motor für den Aufstieg von TRUMPF

Nach seinem Amerikaaufenthalt wurde Leibinger 1961 Leiter der Konstruktionsabteilung in Weilimdorf, die zu diesem Zeitpunkt sieben Mitarbeiter beschäftigte. In dieser Funktion realisierte er viele wichtige Neukonstruktionen, die zu einer kompletten Umgestaltung des Produktprogramms von TRUMPF führten und die Grundlage für späteres Wachstum bildeten.

Von 1966 bis 1978 war Leibinger Technischer Geschäftsführer und Gesellschafter. In dieser Zeit trieben er und Mitgesellschafter Hugo Schwarz die Internationalisierung des Unternehmens konsequent voran, gründeten Tochtergesellschaften u.a. in der Schweiz sowie eigene Vertriebs- und Servicegesellschaften in vielen europäischen Schlüsselmärkten. Bis heute bleibt die Nähe zum Kunden eine der wichtigsten Säulen für den Erfolg von TRUMPF.

Leibinger eröffnete 1969 den ersten ausländischen Fertigungsstandort von TRUMPF außerhalb Europas. In Farmington (Connecticut) an der Ostküste gelang es ihm, TRUMPF früh in den Vereinigten Staaten zu etablieren. Denn von dort aus wurde damals der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen beherrscht. Noch heute sind die USA nach China der größte Auslandsmarkt von TRUMPF außerhalb Europa.

Seit seiner Diplomarbeit hielt Leibinger mehrere Patente an seinen Erfindungen. Durch deren Erlös erwarb er Schritt für Schritt Unternehmensanteile. 1978 besaß Leibinger im Alter von 48 Jahren die Mehrheit der Anteile von TRUMPF.

1978 übernahm Leibinger den Vorsitz der Geschäftsführung und TRUMPF überspringt erstmals die Umsatzmarke von 100 Millionen D-Mark. Bis zur Übergabe der Geschäftsführung im Jahr 2005 baute Leibinger TRUMPF zum Global Player mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro und rund 6.000 Mitarbeitern aus.

2005, im Alter von 75 Jahren, entschied Leibinger nach 40 Jahren in der Geschäftsleitung die Führung an die nächste Generation zu übergeben. Seine Tochter Nicola Leibinger-Kammüller wurde Vorsitzende der Geschäftsführung, sein Sohn Peter Leibinger Stellvertretender Vorsitzender. Berthold Leibinger übernahm den Vorsitz im Aufsichtsrat, den er bis 2012 innehatte.

"Merke: es ist besser 80 % rechtzeitig als 100 % zu spät zu haben."

Prof. Dr. Berthold Leibinger
TRUMPF Gesellschafter

Mäzen und Person der Öffentlichkeit: Leibingers Wirken außerhalb der Unternehmensgrenzen


Ihr Kontakt für weitere Informationen

Dr. Andreas Möller, Leiter Unternehmenskommunikation und Politik, TRUMPF
Dr. Andreas Möller
Leiter Unternehmenskommunikation und Politik

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