TRUMPF erschließt neue Anwendungsfelder für Ultrakurzpulslaser

Neuer Pikosekundenlaser TruMicro 2000 flexibel und vielseitig einsetzbar - korrosionsfreie Markierungen jetzt auch auf hochreflektiven Oberflächen - schlüsselfertige Komplettlösung für unkomplizierte Inbetriebnahme

Ditzingen, 31. Mai 2016 – Der Laserspezialist TRUMPF hat die technische Plattform seiner Ultrakurzpulslaser weiterentwickelt und geht mit einem neuen Pikosekundenlaser an den Start. Der TruMicro 2000 adressiert mit seinen ultrakurzen Laserpulsen ein breites Spektrum unterschiedlichster Industrieanwendungen – von hochwertigen Metallgravuren, über das Schneiden extrem dünner Folien bis hin zum korrosionsfreien Markieren von medizinischen Instrumenten und verchromten Kunststoffen. Mit seinen extrem kurzen Laserpulsen von 0,4 bis 20 Pikosekunden und der gleichzeitig hohen Spitzenleistung von 20 Mikrojoule ermöglicht der TruMicro 2000 eine sogenannte kalte Bearbeitung: Sobald das vom Laserpuls getroffene Material merkt, dass der thermische Prozess einsetzt, ist es bereits verschwunden. Die Folge: Die unerwünschten thermischen Effekte, die bei der Materialbearbeitung zu Mikrorissen und Schmelzresten führen können, treten aufgrund der minimalen Wärmeeinflusszone gar nicht erst auf. Dies erlaubt eine extrem präzise Herstellung von beispielsweise glatten Oberflächen oder tiefschwarzen Markierungen bei unterschiedlichsten Materialien.

Markierungen, die nicht rosten
Besonders spannend ist der neue Laser für die Medizintechnik, im Speziellen für wiederverwendbare Produkte wie Operationsbesteck oder Endoskope. Diese müssen für den US-amerikanischen und voraussichtlich bald auch für den europäischen Markt einheitlich gekennzeichnet sein, damit sie sich lückenlos rückverfolgen lassen. Der neue TruMicro 2000 kann selbst auf hochreflektierenden Materialien Markierungen anbringen, die trotz täglicher Reinigung und Sterilisation korrosionsfrei bleiben und einen dauerhaft hohen Kontrast aufweisen. Die hohen Pulsspitzenleistungen des Pikosekundenlasers erzeugen zunächst eine Nanostruktur auf der Oberfläche des Werkstücks. Durch die raue Oberfläche entsteht eine Art Lichtfalle, die die diffuse Streuung des Lichts deutlich reduziert und dadurch eine permanent tiefe Schwärzung der Markierung hervorruft. Der Clou: Die Chromoxidschicht des Stahls wird dabei nicht zerstört – und deswegen entsteht auch keine Korrosion. Das ist mit typischen Markierlasern, die im Nanosekundenbereich arbeiten, bisher so nicht möglich gewesen. Diese Vorteile spielt der TruMicro 2000 auch bei verchromtem Kunststoff aus, wie er häufig im Consumer-Bereich beispielsweise bei Duschköpfen oder bei der Innenausstattung in Automobilen vorkommt.

Doch Markieren ist nicht alles: Der neue TruMicro 2000 ist ein flexibel einsetzbarer Laser, der für viele Anwendungen in der Mikrobearbeitung bestens gewappnet ist. Um in der Medizintechnik zu bleiben: Auch bei der Herstellung von Stents zur Unterstützung von Blutgefäßen spielen Pikosekundenlaser eine immer wichtigere Rolle. Glatte, gratfreie Oberflächen sind hier essentiell, damit Blutplättchen keine Möglichkeit zur Anlagerung finden. Mediziner tendieren immer mehr dazu, nicht mehr Stents aus Stahl, sondern aus Nitinol zu verwenden. Das ist eine Legierung, die weniger ermüdet und für Patienten besser verträglich ist – mit dem Nachteil, dass das Material extrem wärmeempfindlich und mit herkömmlichen Prozessen wirtschaftlich kaum herstellbar ist. Vorteil Pikosekundenlaser: Durch die kalte Bearbeitung kann der TruMicro 2000 die Oberfläche der Stents optimal vorbereiten, ohne das Material zu beschädigen.

Flexibel und vielseitig einsetzbar
Markieren, Gravieren, Strukturieren, Schneiden, Abtragen: Der TruMicro 2000 bedient ein breites Anwendungsspektrum in der Mikrobearbeitung. Clevere Features machen den Laser so flexibel. Die „Pulse on Demand“-Funktion beispielsweise erlaubt es, den Laserpuls mikrometergenau an den gewünschten Ort zu applizieren, was zu einer extrem hohen Präzision bei der Bearbeitung unterschiedlichster Materialien führt. Zudem ist der TruMicro 2000 mit einer doppelten Leistungsregelung ausgestattet, die es erlaubt, die Pulsenergie von Puls zu Puls genau einzustellen. Dadurch ist gewährleistet, dass vom ersten bis zum letzten Puls die volle Pulsenergie zur Verfügung steht. Selbst bei schwankenden Umgebungstemperaturen arbeitet die Leistungsregelung unbeirrt weiter.

Die neue Pikosekundenlaser-Modellreihe TruMicro 2000 gibt es in drei verschiedenen Paketen. Sie ist im einfachsten Fall als reine OEM-Strahlquelle erhältlich, die sich in andere Systeme integrieren lässt. Das zweite Paket ist eine Einheit aus Strahlquelle, Scanner, Kühlung und Softwaresteuerung fürs Markieren. In der dritten Variante ist der Laser als vollintegrierte Lösung mit der Markierstation TruMark Station 5000 erhältlich.

Zu dieser Presse-Information stehen passende digitale Bilder in druckfähiger Auflösung bereit. Diese dürfen nur zu redaktionellen Zwecken genutzt werden. Die Verwendung ist honorarfrei bei Quellenangabe „Foto: TRUMPF". Grafische Veränderungen – außer zum Freistellen des Hauptmotivs – sind nicht gestattet.

TruMicro 2000

Der neue Pikosekundenlaser TruMicro 2000 von TRUMPF adressiert mit seinen ultrakurzen Laserpulsen ein breites Spektrum unterschiedlichster Industrieanwendungen.

TruMicro Mark 2000 mit TruMark Station 5000

Als schlüsselfertige Komplettlösung mit Scanner, Kühlung und Softwaresteuerung ist der TruMicro 2000 schnell einsatzbereit.

Blackmarking

Der TruMicro 2000 kann selbst auf hochreflektierenden Materialien Markierungen anbringen, die trotz täglicher Reinigung und Sterilisation korrosionsfrei bleiben und einen dauerhaft hohen Kontrast aufweisen.

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Ansprechpartner

Athanassios Kaliudis
Sprecher Lasertechnik
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