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Interview: Worauf es beim Maschinendesign ankommt | TRUMPF
Quelle: TRUMPF
10.12.2019 / Catharina Daum

Interview: Worauf es beim Maschinendesign ankommt

Kurz vor Weihnachten verpacken viele Menschen Geschenke. Dina Gallo verpackt Maschinen. Als Leiterin des Designmanagements entscheidet sie, wie die Anlagen von TRUMPF aussehen. Uns hat sie erzählt, was ihre Designsprache auszeichnet und welche kniffligen Fälle es schon gab.

Frau Gallo, wie sieht Ihr Alltag aus?

Jeder Tag ist anders. Das mag ich an meinem Job! Wir betreuen viele unterschiedliche Projekte und bekommen Input aus verschiedenen Bereichen im Unternehmen. Ich spreche häufig mit Kollegen und tausche mich aus. Man könnte also sagen, Kommunikation ist mein Alltag.

Sind Sie in die Entwicklung neuer Maschinen von Anfang an eingebunden?

Ja. In den meisten Fällen sitze ich schon früh mit am Tisch, wenn diejenigen ihre Ideen austauschen, die an der Entstehung eines neuen Produkts beteiligt sind. So kann man das Design früh mitdenken.

Hatten Sie in letzter Zeit ein Lieblingsprodukt?

Der Track&Trace-Marker hat es mir angetan. Mit den untertassen- großen Sendern lassen sich Teile in der Produktionshalle nachverfolgen. Das war eine Aufgabenstellung, die wir so noch nie hatten. Da es sich hier um komplett neue Produkte in unserem Portfolio handelte, konnten wir gestalterisch neue Wege gehen.

Quelle: TRUMPF

Die runde Form des Track&Trace-Markers verdeutlicht die 360 Grad Kommunikation des Systems im Raum.
© TRUMPF

Und sie sehen gut aus! Sie haben damit 2019 sogar den Red Dot Design Award gewonnen.

Ja, darüber habe ich mich sehr gefreut. Die Red Dot Jury hat uns den „Best-of-the-Best” Award verliehen.

Das war aber nicht die erste Auszeichnung für Ihre Designs. Sie überzeugen die Jurys immer wieder. Was macht TRUMPF Maschinen so besonders?

Gute Frage! Ich würde sagen, wir sind sehr konsequent bei der Gestaltung und machen uns viele Gedanken über Details und darüber, wie wir die Produkte perfektionieren können. TRUMPF Design ist hochwertig, gut durchdacht und zurückhaltend. Einfach klassisch.

Sie arbeiten seit sieben Jahren bei TRUMPF. Wie haben Sie sich mit den Maschinen vertraut gemacht? Haben Sie selbst gestanzt, gebogen und gelasert?

Nein, aber ich habe eine umfangreiche Produktschulung erhalten. Und ich hatte und habe das Glück, von vielen kompetenten Kollegen umgeben zu sein, an die ich mich jederzeit wenden kann. Das war vor allem am Anfang wichtig, denn die Produkte sind zwar sehr spannend, aber oft auch eine Herausforderung für gute Gestaltung.

Wie wichtig ist Maschinendesign überhaupt? Kommt es nicht in erster Linie auf die Funktion an?

Bei TRUMPF gibt es eine lange Design-Tradition. Es war dem Unternehmen immer wichtig, dass die Maschinen nicht nur den neusten Technologien entsprechen, sondern auch gut gestaltet sind. Was fehlte, war ein Design-Konzept über alle Technologien hinweg. Das habe ich eingeführt. Das äußere Erscheinungsbild der Produkte betont ihre Solidität. Das ausgewogene Flächenverhältnis der Blechelemente unterstützt diese Robustheit optisch. Es muss auch nicht immer alles eckig sein, das sieht man ja beim Track&Trace-Marker. Wichtig sind die gut umgesetzten Details. Und natürlich entwickeln wir das TRUMPF Produktdesign kontinuierlich weiter. Unsere Designsprache ist trotz strenger Regeln sehr variabel und damit sind wir bestens für alle zukünftigen Herausforderungen gerüstet.

Und was denken die Kunden darüber?

Vielen ist das Aussehen ihrer Produkte wichtig. Sie finden es gut, wenn ihre Maschine nicht nur perfekt läuft, sondern auch hochwertig aussieht. Dieses Feedback bekommen wir oft.

Digitalisierung ist bei TRUMPF und in der gesamten Branche ein wichtiges Thema. Beeinflusst es auch Ihre Arbeit?

Definitiv. Wir gestalten heute nicht mehr nur Hardware, sondern auch Software. Wie sollen die Apps aussehen? Was erwarten die Nutzer von den Touch-Oberflächen? Die digitalen Komponenten müssen genauso gestaltet werden wie Maschinen oder Werkzeuge. Das gehört auch zu meinen Aufgaben als Designerin.

Gab es ein Projekt, bei dem Sie eine richtig harte Nuss knacken mussten?

Die TruLaser Center 7030 war so ein Projekt. Die Maschine ist sehr groß, es gibt viele Flächen und komplexe Funktionen. Ich habe die Entwicklung von Anfang an begleitet. Währenddessen hat sich immer wieder etwas verändert und wir haben unser Design entsprechend angepasst. Wenn man dann nach mehreren Jahren Arbeit das Ergebnis das erste Mal sieht und anfassen kann, ist das eine große Freude.

10.12.2019
Catharina Daum TRUMPF Media Relations, Pressereferentin

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