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Quelle: TRUMPF
08.01.2020 / Svenja Fischer

Video: Sketchnotes sind nicht nur Strichmännchen

TRUMPF Mitarbeiterin Juliane Pilster schreibt in Meetings nicht mit, stattdessen malt sie. Die Ursprünge dieses Sketchnotings liegen in der Höhlenmalerei der Steinzeitmenschen.

Sie sitzen in einem Meeting. Vor Ihnen der obligatorische Block und Stift – oder wenn Sie eher der digitale Typ sind, Ihr Laptop. Um alles auf Papier festzuhalten, müssen Sie sich ranhalten: zuhören, mitreden, mitschreiben. Ganz schön fordernd, so ein Meeting. Dann ist der Termin vorüber und Sie stehen da. Mit stapelweise Papier und Notizen, die sie sich in den meisten Fällen nie wieder ansehen werden. 

Mit Stift, Charme und schmucken Zeichnungen zeigt Juliane Pilster, agile Führungskraft in der Softwareentwicklung bei TRUMPF, ihren Kollegen, dass das auch anders geht. In Meetings schreibt sie nicht mit, stattdessen malt sie. Die sogenannten „Sketchnotes“, also gezeichnete Notizen, sparen nicht nur Papier: „Wenn ich das Gesprochene aufmale, verstehe ich Zusammenhänge schneller und kann es mir besser merken. Außerdem fasse ich so die Inhalte zusammen, reduziere sie auf das Wesentliche und kann auch Bilder miteinander verknüpfen.“ Neben sachlichen Infos lasse sich auch die Atmosphäre festhalten. Das verändere das Denken und sorge für eine bessere Vorstellungskraft.




Sprechender Name, sprechende Bilder

Das Wort Sketchnotes setzt sich zusammen aus dem englischen „Sketch“, also Skizze, und „Note“, was Notiz bedeutet. Die gezeichneten Notizen bestehen aus Bildern, Strukturen, aber auch ein klein wenig Text. Die Ursprünge des Sketchnotings liegen in der Höhlenmalerei der Steinzeitmenschen. So richtig durchgesetzt hat sich das Ganze dann durch die Gestaltung von IT-Interfaces. Die Entwickler nutzten Zeichnungen dafür und machten das Sketchnoting bekannt. Auch Twitter ist so entstanden.

Gezeichnet werden darf, wo es gefällt: Auf Flipcharts, Postkarten, aber natürlich können Sie auch das klassische Notizbuch entfremden. Bleistifte, Kugelschreiber oder Marker bringen Farbe in das Ganze. Die Bilder machen besprochene Themen anschaulicher – und damit Lust, auch nach dem Meeting noch einmal die Notizen durchzugehen.

Gut gemalt ist halb gemerkt

Und vielleicht müssen Sie Ihre Notizen, pardon, Sketches, überhaupt nicht mehr so oft herausholen. Denn oft haben Sie nach dem Meeting alles Wichtige bereits im Kopf. Aber warum bleiben Inhalte durch Sketchnoting eigentlich besser im Gedächtnis? Das liegt an der kognitiven Theorie des multimedialen Lernens, der sogenannten Dual Coding Theory. Sie besagt, dass Menschen sich Informationen besser merken können, wenn sie sie sowohl hören als auch visuell festhalten.

TRUMPF

Für das Sketchnoting muss man nicht gut malen können, weiß Juliane Pilster von TRUMPF.
© TRUMPF

Keine Angst vorm Zeichnen

Jetzt aber keine Angst, Sie müssen kein Picasso sein, um das Sketchnoting zu lernen. „Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen in der Fachrichtung Elektrotechnik studiert“, sagt Juliane Pilster. „Und meine Mutter meint seit meiner frühsten Kindheit, dass ich gar nicht malen kann.“ Doch das Zeichnen ist, kaum zu glauben, für sie eine sehr technische Angelegenheit. „Wo platziere ich bei einem gezeichneten Menschen Augen, Ohren und den Mund? Das folgt klaren Prinzipien, die jeder lernen kann.“ Letztendlich ist Sketchnoting, so schön manche Zeichnungen auch sein mögen, nicht vorrangig Kunst, sondern ein Werkzeug, das unser Gehirn unterstützt.

Das farbenfrohe Vorgehen funktioniert auch in einem Hochtechnologieunternehmen wie TRUMPF sehr gut: Prototypen neuer Maschinen, Konzepte für Forschungsprojekte oder neu entwickelte Ideen lassen sich mit Sketchnotes unkompliziert, verständlich und auf einen Blick darstellen. „Besonders in Transformationsprozessen ist das hilfreich“, sagt Juliane Pilster, die agile Führungskraft in der Softwareentwicklung bei TRUMPF ist. Sie ist verantwortlich für die Gestaltung eines Arbeitsumfeldes, in dem die Teams eigenverantwortlich und ungestört arbeiten können. „Ein Bild arbeitet nicht mit komplizierten Fachbegriffen. Jeder kann es ‚lesen‘ und verstehen.“

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