Laserschneiden im Vergleich zu anderen Technologien

Laserschneiden, Plasmaschneiden und autogenes Brennschneiden im Vergleich

Zum Schneiden metallischer Werkstoffe stehen Fertigungsunternehmen mehrere unterschiedliche Schneidverfahren zur Verfügung. Auf dieser Seite werden die drei gängigsten Verfahren beleuchtet: Im direkten Vergleich zum Plasmaschneiden und autogenen Brennschneiden sticht hierbei das Werkzeug Laser durch seine hohe Präzision und Arbeitsgeschwindigkeit hervor – sogar bei nicht-metallischen Materialien.

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Laserschneiden
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Plasmaschneiden
 
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Autogenes Brennschneiden
Üblicher Anwendungsbereich

  • Metallische Werkstoffe (Baustahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Messing, folierte Bleche, verzinkte Bleche)
  • nicht-metallische Werkstoffe (Kunststoffe, Holz, etc.)

  • Metallische Werkstoffe (Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Messing, diverse leitfähige Metalle)

  • Metallische Werkstoffe (Baustahl und niedriglegierte Stähle, aber nicht Aluminium oder Edelstahl). Es können nur Metalle, deren Oxide einen niedrigeren Schmelzpunkt haben als das Grundmetall, mit diesem Prozess geschnitten werden.

Blechdickenspektrum Von 0,5 mm bis über 30 mm Handgeführt bis zu 38 mm; computergesteuert bis 150 mm*mit extremem Energieaufwand

Von 1 mm bis 1.000 mm

Qualität Niedrige Kantenrauigkeit und Gratbildung; sehr wenig Aufwurf; je nach Blechdicke kaum Nachbearbeitung nötig Viel Aufwurf; Fugen sehr breit; viel Nachbearbeitung (z. B. Entgraten) nötig Viel Aufwurf; Fugen sehr breit; viel Nachbearbeitung notwendig
Produktivität Hohe Arbeitsgeschwindigkeit bei wartungsarmem Gesamtsystem; flüssiger Prozessablauf Stark abhängig von Kontur und Anforderungen; die Prozesssicherheit ist nicht immer gewährleistet - so muss beispielsweise für einen zuverlässigen Prozess der Lochdurchmesser bei Aluminium und Edelstahl mindestens dreimal dicker sein als das Blech Niedrige Produktivität, da es sich meistens um einen handgeführten Prozess handelt und folglich langsam ist; Metall muss zuerst aufgewärmt werden
Genauigkeit Äußerst feiner Lichtstrahl; filigranste Konturen möglich Strahl relativ dick; filigrane Konturen nicht möglich Hohe Wärmeeinbringung, daher weniger Präzision möglich
Geschwindigkeit Sehr schnell (mehrere Meter pro Sekunde) Schnell bei Schrägschnitten in dickem Blech Langsam ( z. B. 10 mm dickes Blech bis zu 750 mm/min, da das Metall vorgewärmt werden muss)
Konturflexibilität Sehr hoch. Niedrige Schnittfuge von < 0,5 mm mit akkuraten Winkeln und sehr kleinen Löchern Niedrig. Hohe Schnittfuge von 1 mm bis 4 mm, keine inneren Konturen mit spitzen Winkeln, Ecken ungenau und „abgerundet“, kleinste Lochgröße muss ein bis dreimal größer als die Blechdicke sein, hoher Wärmeeinsatz Niedrig. Keine kleinen Löcher oder detaillierte Formen, eher große, grobe Formen. Erlaubt steile Winkel bis 70° (im Vergleich zu 45° bei Plasma) wegen der Konzentration des Sauerstoffstrahls
Zukunftsfähigkeit der Technologie Sehr hoch. Laserschneiden ist eine innovative Technologie, die sich stetig weiterentwickelt. Mit Laser kann zwei- und dreidimensionale, mit mehreren Achsen und unterscheidliches Material geschnitten werden. Zudem ist auch die Bearbeitung von Rohren und Profilen möglich. Hoch. CNC-Plasmaschneidanlagen sind vielseitig einsetzbar. So kann zwei- und dreidimensional mit mehreren Achsen geschnitten werden, sowie Rohre bearbeitet werden. Niedrig. Die Technologie kann für neue Schneidanforderungen nicht mehr angepasst werden. So können nur wenige Variablen (z. B. Düse) weiterentwickelt und verbessert werden.

 

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