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TRUMPF
09.05.2019 / Catharina Daum

Auf der Überholspur

Was tut man, wenn man mit einem Produkt unzufrieden ist? Für Frank Zieger ist die Antwort klar: Er macht es einfach selbst. Und zwar besser. 2005 stand der Unternehmer vor dem Problem, keinen hochwertigen Träger für das Kennzeichen seines Motorrads zu finden. Also fertigte er kurzerhand selbst einen aus Blech. Das war der Beginn der IBEX GmbH aus Dresden.

Der durchschnittliche 19-Jährige denkt vielleicht mehr an Partys als an die Gründung eines Unternehmens. Frank Zieger ist jedoch alles andere als durchschnittlich. Seine Lehre zum Metallbauer hat er mit Auszeichnung abgeschlossen, als Jahrgangsbester deutschlandweit. Die Absicht, eine große Firma zu gründen, hatte er nie. Den Ehrgeiz, Dinge zu verbessern, hingegen schon immer. So wie die Kennzeichenhalterungen für Motorräder aus Plastik, die er kurzerhand aus Blech anfertigen ließ. „So habe ich Stück für Stück angefangen, meine Firma aufzubauen. Alles mit eigenen Mitteln“, erklärt Zieger. Das war 2005. Heute beschäftigt der ehrgeizige Sachse 21 Mitarbeiter – Tendenz steigend.

IBEX ist einer der führenden Spezialisten für Motorradzubehör und weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Von Reiseausstattung über Montageständer bis hin zu Motorschutzabdeckungen designt und produziert das Unternehmen alles rund ums Kraftrad. Gibt es ein Teil noch nicht, nehmen die Dresdner das nicht einfach hin. Im Gegenteil – sie fühlen sich dadurch angespornt und entwickeln es selbst.

Wir erzählen die IBEX-Geschichte anhand der wichtigsten Meilensteine. Und werfen einen Blick in die Zukunft.

2005 – Jeder fängt einmal klein an

Begonnen hat alles im Keller seiner Mutter. Hier setzte Frank Zieger die ersten Ideen und Designs in Eigenregie um. Darauf folgte der Umzug in eine schlichte Garage, wo er erste kleine Serien produzierte. „Meine ersten Kennzeichenträger wurden von einem Job Shop gefertigt. Als das Geschäft nach und nach größer wurde, habe ich beschlossen, selbst zu produzieren.“

Online First
Was Frank Zieger von manchen Blechfertigern abhebt, ist seine Vertriebsstrategie. Von Beginn an verkaufte er seine Produkte über das Internet. Genauer gesagt in einem eigenen Webshop, auf Ebay und Amazon. „Das war die leichteste Art, meine Produkte zu vertreiben. Am Anfang war ich ja allein.“ Dieser Weg zahlt sich heute immer noch aus. Zieger erreicht seine Kunden schnell, unkompliziert und auf den für sie bekannten Wegen – schließlich ist es heute ganz normal, online einzukaufen.“

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Frank Zieger besitzt selbst mehrere Motorräder, die er gerne nutzt, um sein Zubehör zu testen.

 – Marlen Mieth
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Nur zwei Jahre nach der Unternehmensgründung kaufte sich Zieger eine eigene Biegemaschine.

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2015 zog IBEX in eine 2.300 Quadratmeter große Produktionshalle mit angeschlossenem Büro in Dresden.

 – Marlen Mieth
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IBEX hat sich das Ziel gesetzt, alles rund ums Motorrad aus Blech zu fertigen. Zum Produktportfolio gehört zum Beispiel dieser Sturzbügel.

 – Marlen Mieth
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Frank Zieger besitzt selbst mehrere Motorräder, die er gerne nutzt, um sein Zubehör zu testen.

 – Marlen Mieth
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Nur zwei Jahre nach der Unternehmensgründung kaufte sich Zieger eine eigene Biegemaschine.

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2015 zog IBEX in eine 2.300 Quadratmeter große Produktionshalle mit angeschlossenem Büro in Dresden.

 – Marlen Mieth
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IBEX hat sich das Ziel gesetzt, alles rund ums Motorrad aus Blech zu fertigen. Zum Produktportfolio gehört zum Beispiel dieser Sturzbügel.

 – Marlen Mieth
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2007/2008 - Die erste Biegemaschine, der erste Mitarbeiter

Nur zwei Jahre nach der Unternehmensgründung kaufte sich Zieger eine eigene Biegemaschine. Zum gleichen Zeitpunkt stellte er auch den ersten Mitarbeiter ein: „Das war für mich persönlich etwas ganz Neues. Ich musste jemanden anleiten und trug plötzlich Verantwortung für einen Mitarbeiter. Nicht zu vergessen die Investition in eine TruBend 3066.“ Damals benötigte der junge Unternehmer einen Kredit. Er wandte sich an eine große Bank. Die glaubte jedoch nicht an Frank Ziegers ambitionierte Ziele. TRUMPF dagegen schon. „Mithilfe der TRUMPF Bank habe ich schließlich meine Maschinen finanziert. Mit Erfolg. Heute möchte übrigens das Bankinstitut, das damals nein gesagt hat, meine nächsten Maschinen finanzieren“, erzählt der Unternehmer lachend.

2010 - Erweiterung des Angebots

Ab dem Jahr 2010 konnte Frank Zieger seinen Kunden alles aus einer Hand bieten: Vom Zuschnitt über das Biegen bis hin zum Schweißen. Ein ehrgeiziger Plan, vor allem aber eine Perspektive für die Zukunft. Den ersten Maschinen gab der junge Unternehmer sogar noch Namen. „Bärbel“, „Derrick“ oder „Herbert“ sind zwar nicht mehr so häufig in Betrieb, da es neuere Modelle gibt. Sie stehen aber auch heute noch in der Fertigung. „So können wir immer sehen, wo wir herkommen, wie alles angefangen hat.“ Die Ziele, die Frank Zieger für sich persönlich und für IBEX gesetzt hatte, erreichte er Stück für Stück. Und setzte sich immer wieder neue, unter anderem eine größere Produktionshalle.

2015 - Die eigenen Produktionshallen und der Ausbau der Firma

Bereits 2011 erwarb Frank Zieger das Gelände, vier Jahre später war es dann schließlich soweit: IBEX zog in eine eigene, 2.300 Quadratmeter große Produktionshalle mit angeschlossenem Büro in Dresden. Jetzt gab es endlich genug Platz für die Konzeption, die Kommissionierung und das Lager. Zuvor produzierte IBEX in einer angemieteten Fertigungshalle. Zusätzlich investierte Zieger in die Festkörperlaser-Technologie und erwarb zwei weitere TRUMPF Maschinen. Alles mit dem Ziel, seinen Kunden alles aus einer Hand zu bieten, alle Produkte selbst herzustellen und zu vertreiben. Eines ist trotz mittlerweile über 3.000 verschiedener Produkte im Portfolio über all die Jahre gleich geblieben: Der IBEX Bestseller ist immer noch das erste Produkt, die Kennzeichenhalterung.

2016 - Vernetzung vorantreiben

2016 investierte Frank Zieger in ein neues, vollautomatisiertes ERP-System. Er nutzt es unter anderem, um alle Warenein- und -ausgänge digital zu verwalten und seinen Onlineshop mit seinem Lager zu synchronisieren. Dadurch ist alles miteinander verknüpft. Das hilft nicht nur, den Überblick zu behalten, sondern sorgt auch für Schnelligkeit und eine geringere Fehlerquote.

Und in der Zukunft?

Frank Ziegers Pläne für die nächsten Jahre sind klar: Den Maschinenpark kontinuierlich ausbauen, neue Technologien wie zum Beispiel das Rohrlasern einführen und weiterhin Produkte rund um das Motorrad konzipieren. Ende 2018 will er seinen Kunden alles anbieten können, was sie sich im Bereich Motorrad wünschen. „Was uns auszeichnet, sind unsere eigenen Ideen. Alles, wo IBEX draufsteht, ist auch zu 100 Prozent IBEX.“

09.05.2019
Catharina Daum TRUMPF Media Relations, Pressereferentin

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