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Stephen King, ein Monddorf und der Laser | TRUMPF
Glaskuppel über Laser
11.02.2020 / Athanassios Kaliudis

Pop-Kolumne: Stephen King, ein Monddorf und der Laser

Was Stephen King mit funktionsbeschichteten Oberflächen zu tun hat und wie der Laser unsere Emigration auf den Mond ermöglicht.

Wer „Stephen King“ sagt, denkt nicht an Laser. Er denkt an Clowns, Zombies und Psychopathen. Den Stoff, aus dem der Starautor seine Horrorgeschichten strickt und Millionen Leser um den Schlaf bringt. Wer sich aber Gedanken macht, ob und wie Kings fiktionale Welten Realität werden könnten, findet mit dem Laser zumindest ein reales Werkzeug, das Ergebnisse produziert, die im ersten Moment fiktional zu sein scheinen.

Ich gebe zu, das klingt verwirrend. Ein Beispiel, Achtung: Spoiler-Alarm! Eines friedlichen Oktobermorgens stülpen außerirdische Wesen in Stephen Kings „Die Arena“ von 2009 eine Art Glaskuppel über die Kleinstadt Chester’s Mill und koppeln mit dieser für Menschen unüberwindbaren Barriere die Bewohner vollständig von der Außenwelt ab. Als unter der Kuppel die Gewalt eskaliert, kommt es zu einer Explosion, in deren Folge nahezu alle Einwohner der isolierten Stadt sterben. Ein paar wenige überleben – auch weil das Militär von außen mit Industrieventilatoren gegen die Kuppel bläst und diese dabei eine interessante Eigenschaft offenbart: Sie ist durchlässig für kleinste Teilchen von molekularer Größe, wodurch ein leichter Luftstrom durch die Kuppelwände diffundier

Mithilfe von Lasertechnik ist es tatsächlich möglich, Glas so zu bearbeiten, dass sich ein Effekt wie bei Kings Glaskuppel einstellt. Fachleute sprechen von Perforieren, das Glas wird quasi ganz fein durchlöchert – ähnlich wie ein Kaffeefilter.

Uns geht der Sand aus
Athanassios Kaliudis, Chefredakteur Laser Community

Unlängst habe ich in der Zeitung gelesen, dass der wichtigste Baustoff unserer Epoche, der in Häusern, Straßen, Glas, sogar in Zahnpasta steckt, zur Neige geht – Sand. Uns geht der Sand aus! Eine Alternative? Mondstaub! Forscher der NASA haben herausgefunden, dass ein Baustoff aus verdichtetem Mondstaub sogar billiger und strapazierfähiger als herkömmlicher Beton wäre. Also auf zum Mond, der Platz auf der Erde wird ohnehin knapp!

FIKTION? Forscher des Laserzentrums Hannover wollen im Jahr 2021 das Moonrise-Projekt starten und einen Mondrover zum Erdtrabanten schicken. Seine Mission: Baumaterial aus Mondstaub formen und damit den Grundstein für ein Monddorf legen – quasi einen Außenposten für Menschen im All. Ausgestattet ist der Mondrover mit einem realen Werkzeug, das Ergebnisse produziert, die im ersten Moment fiktional zu sein scheinen.

An dieser Stelle schreibt Athanassios Kaliudis, Chefredakteur der Laser Community, regelmäßig über den Laser als Gegenstand der Popkultur.

11.02.2020
Athanassios Kaliudis Pressesprecher TRUMPF Lasertechnik

TRUMPF Media Relations, Corporate Communications

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