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Kifix_Stage
Ramona Hönl

Aus der Arbeitslosigkeit zum Marktführer: Klemmen für die ganze Welt

D ie Erfolgsgeschichte von Juarez Santini begann mit einem Schock. 2004 verlor der Familienvater aus Caxias do Sul, Brasilien, seinen Job als Sales Manager. Doch Santini ist keiner, der aufgibt, wenn das Leben eine Krise vorsieht. Er ist ein Macher, der sein Schicksal in die Hand nimmt. Santini setzt alles auf eine Karte, gründet das Unternehmen Kifix und entwickelt es zu Brasiliens Marktführer für Spannklemmen. Seine beiden Laserschneidmaschinen von TRUMPF nennt er „das Herz des Unternehmens“.

Eine Anfrage, die Türen öffnet

Caxias do Sul ist eine pulsierende Industrieregion mit etwas mehr als 500.000 Einwohnern im Süden Brasiliens. Zum Atlantik sind es rund 170 Kilometer, zur Grenze nach Uruguay etwa 550. Wer in Brasilien mit Schweißen zu tun hat und Werkstücke zuverlässig fixieren will, kennt diesen Ort. Caxias do Sul ist Santinis Heimat, hier hat er Kifix gegründet, den führenden Hersteller für Spannklemmen. Sein wichtigster Impulsgeber zum Start: der Zufall. Als er arbeitslos wurde, begann Santini, selbstständig Werkzeuge zu verkaufen. Eines Tages fragte ein Kunde nach einer speziellen Spannklemme. Für Santini waren Klemmen Neuland. Trotzdem legte er sofort los, ließ die Klemme konstruieren und bei einem Jobshop fertigen. Der Kunde war begeistert. Santini umso mehr. Für viele Betriebe in der Blechfertigung wäre es ein großer Vorteil, ihre Bauteile beim Schweißen in exakt passende Klemmen einspannen zu können. So entstand die Idee für Kifix und das Geschäft mit den Klemmen: Seine Firma sollte für jede Schweißanwendung das passende Modell im Angebot haben – große, kleine, schwere, leichte, eckige, runde Klemmen – und so Unternehmen bei allen professionellen Schweißarbeiten unterstützen.

Father_and_Daughter

Etwa 30.000 Klemmen pro Monat fertigt das Unternehmen von Juarez Santini und seiner Tochter Caroline.

Production

Moderne Fertigung: Die Verpackung der Klemmen läuft automatisiert. Gefertigt wird mit Lasertechnik von TRUMPF.

Spannklemmen in 1500 Varianten

Heute produziert Kifix auf 1500 Quadratmetern mit moderner Lasertechnik von TRUMPF rund 1500 Produkte. Das Kernsegment sind Spannklemmen in mehr als 1000 Varianten. „Wir fertigen rund 30.000 Klemmen pro Monat, unser Marktanteil in Brasilien liegt bei etwa 80 Prozent. International sind wir auf Wachstumskurs und liefern in über 50 Länder, unter anderem nach Uruguay, Chile und Mexiko, aber auch nach Europa und in die USA“, erklärt Felipe Gobbi, bei Kifix für den internationalen Vertrieb verantwortlich.

Eine Schlüsselrolle in der Kifix Erfolgsgeschichte spielen die Laserschneidmaschinen von TRUMPF. 2012 kaufte Santini eine TruLaser 1030, damals noch mit einem CO2-Laser. Mit ihr machte Kifix einen entscheidenden Sprung nach vorne. Fortan brauchte er keine gestanzten Bleche von Zulieferern mehr zu kaufen, sondern konnte alles selbst herstellen. „Mit der hochpräzisen Lasertechnologie von TRUMPF konnten wir uns bei Qualität, Produktvielfalt und Leistung weiterentwickeln. Bereits das Finish der Teile war sofort um Klassen besser. Außerdem sind wir seitdem unabhängig von Zulieferern“, sagt Santini.

Kraftprotze aus Präzisionsteilen

„Wir haben die stärksten Klemmen am Markt“, betont Vertriebsleiter Gobbi. Bis zu 40.000 Newton beträgt die Spannkraft, mit der die stärkste Kifix Klemme ein Werkstück anpresst. Wenn das Topmodell zupackt, ist es, als würde ein Asiatischer Elefantenbulle mit einem seiner Füße auf dem Werkstück balancieren. „Eine Schlüsselstelle sind die Löcher in den Blechen. Erst die Laserschneidmaschinen von TRUMPF lieferten die geforderte Präzision, damit die beweglichen Teile exakt passen und wir diese hohen Kräfte erzeugen können“, erläutert Gobbi.

Produktivität im Doppelpack: morgens bestellt, abends ausgeliefert

2021 und 2023 ersetzte Kifix seine CO2-Maschine durch zwei TruLaser 1030 fiber. Dieses Maschinenmodell ist ideal für Fertigungen wie die von Kifix, die viele kleine Teile herstellen. Mit den modernen Festkörperlasern ist diese Maschinengeneration besonders wartungsarm und sehr energieeffizient. Für Kifix zählen aber auch die schnellen Arbeitszyklen. Schnellspannklemmen sind ein rasches Business. Viele Kunden bestellen morgens und wollen am besten noch am selben Tag die Ware erhalten.

Lasertechnik macht Sonderwünsche wirtschaftlich

Die Maschinen von TRUMPF bescherten Kifix noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. „Wir sind der einzige Hersteller von Spannklemmen in Brasilien, der mit Laserschneidmaschinen arbeitet“, sagt Santini stolz. Dieser Vorsprung sichert ein Plus an Flexibilität. Eine Blechform anpassen oder Abmessungen ändern sind mit einer Laserschneidmaschine schnell und ohne Werkzeugwechsel umsetzbar. „Wenn ein Kunde ein spezielles Klemmenmodell wünscht, können wir innerhalb von zehn Tagen liefern. Dabei sind wir unabhängig von Mindestbestellmengen und arbeiten auch bei kleinen Serien wirtschaftlich“, erläutert der Firmeninhaber.

TRUMPF Maschinen als Herz des Unternehmens

Für Santini war immer klar, von welchem Hersteller er seine Laserschneidmaschinen kaufen wird. Die Präzision, die Zuverlässigkeit und die Produktivität des deutschen Hochtechnologieunternehmens haben den Firmeninhaber von Anfang an überzeugt. „Unsere TRUMPF Maschinen sind das Herz von Kifix. Ohne sie würden wir nicht dort stehen, wo wir heute sind“, sagt Santini. Beim Preis und bei der Teilequalität wäre das Unternehmen irgendwann nicht mehr wettbewerbsfähig gewesen, so der Kifix Chef. Heute haben sich die Verhältnisse gedreht: Wer im Spannklemmen Business mithalten will, muss sich an Kifix messen lassen.

Planning

Gute Planung ist alles: Kifix kann innerhalb von nur zehn Tagen Spezialklemmen nach Kundenwunsch liefern. Dank der lasergestützten Fertigungstechnik sind auch kleine Serien wirtschaftlich.

Quality

Fokussiert auf Qualität: Vater und Tochter legen Wert auf präzise gefertigte Einzelteile. Schließlich baut Kifix die stärksten Klemmen am Markt.

Caroline_Santini

Caroline Santini ist die nächste Generation in der Unternehmensführung von Kifix.

Die Erfolgsgeschichte setzt sich fort

Nach 22 Jahren an der Spitze von Kifix will sich Juarez Santini in kleinen Schritten aus der Unternehmensführung zurückziehen. Die nächste Generation steht ihm zur Seite – seine Tochter Caroline. Schon als Teenager half sie nach der Schule mit. Heute ist sie General Manager und übernimmt zunehmend Verantwortung. In der Partnerschaft mit TRUMPF schätzt sie besonders den Service. „Der Support von TRUMPF ist erstklassig. Bei jeder Maschine, die wir gekauft haben, hat sich das Team Zeit genommen und alles exakt auf unsere Erfordernisse eingestellt“, betont sie. Mit ihrem Eintritt in die Geschäftsführung setzt Caroline die Erfolgsgeschichte ihres Vaters fort. Sie zeigt vor allem eins: wie weit ein Mensch kommen kann, wenn Leidenschaft, Mut und Präzision zusammenwirken.

Erstellt am 19.08.2026
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