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Ramona Hönl

TRUMPF und STOPA verbessern gemeinsam die Smart Factory

M it der Mehrheitsbeteiligung an STOPA vertieft TRUMPF eine langjährige Partnerschaft. Für Kunden heißt das vor allem eines: durchgängige Lösungen für die automatisierte Blechfertigung und weniger Reibungsverluste. Welche Rolle die Lagertechnik dabei spielt und welchen konkreten Nutzen Kunden erwarten dürfen, erläutern Jörg-André Junker, Leiter Produktmanagement Automatisierung und Lagertechnik von TRUMPF, und Edgar Mörtl, Geschäftsführer von STOPA, im Interview.

Die Zusammenarbeit von TRUMPF und STOPA reicht fast vier Jahrzehnte zurück – entstanden aus dem gemeinsamen Anspruch, Materialfluss und Maschinenleistung intelligent zu verbinden. Heute entwickeln beide Unternehmen integrierte Smart-Factory-Lösungen für die Blechfertigung. Mit der Mehrheitsbeteiligung von TRUMPF an STOPA erhält diese Partnerschaft eine neue Qualität.

TRUMPF hat seine Anteile an STOPA deutlich erhöht. Was ist aus Kundensicht der wichtigste Vorteil dieser vertieften Zusammenarbeit?

J.-A. Junker: Der Kunde bekommt ein integriertes Gesamtsystem. Maschine, Lager und Software sind optimal aufeinander abgestimmt – das sorgt für stabile Abläufe und planbare Durchlaufzeiten. Kunden spüren die erhöhte Produktivität.
 

Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt?

J.-A. Junker: Die Anforderungen unserer Kunden haben sich spürbar verändert. Sie erwarten heute keine einzelnen Produkte mehr, sondern durchgängige Lösungen – von der Maschine über das Lager bis zur Software. Mit der Mehrheitsbeteiligung schaffen wir die strukturellen Voraussetzungen, um genau das konsequent weiterzuentwickeln.
 

Was verändert sich dadurch grundsätzlich an der bisherigen Partnerschaft?

J.-A. Junker: Wir können Themen schneller vorantreiben und Entscheidungen gemeinsam treffen. Entwicklung, Produktstrategie und Service rücken nun noch näher zusammen. Das macht uns schlagkräftiger. Edgar Mörtl und ich sehen schon jetzt viele positive Effekte.

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Für Jörg-André Junker steht fest: Die Zukunft der Blechfertigung liegt in integrierten Systemen. Durch die enge Verzahnung von TRUMPF und STOPA sollen Kunden ihre Produktion einfacher automatisieren und nachhaltig effizienter betreiben.


STOPA arbeitet seit Jahrzehnten eng mit TRUMPF zusammen. Welche Bedeutung hat die Mehrheitsbeteiligung aus Ihrer Sicht?

E. Mörtl: Für uns ist das ein logischer nächster Schritt. Die Zusammenarbeit ist über viele Jahre gewachsen, fachlich wie kulturell. Jetzt können wir unsere Lagerkompetenz noch gezielter in die Gesamtstrategie von TRUMPF einbringen – mit klarem Fokus auf den Kundennutzen.
 

Wo erleben Kunden heute noch Reibungsverluste – und wie lassen sich diese reduzieren?

E. Mörtl: Häufig an den Schnittstellen: unterschiedliche Ansprechpartner, manuelle Abstimmungen, Medienbrüche. Genau hier setzen wir an. Ziel ist eine Smart Factory, bei der Material automatisch zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist – gesteuert durch Software, nicht durch Zuruf. Dies geht selbstverständlich weiter. Das gesamte Kundenerlebnis inklusive Service profitiert von der tieferen Integration.
 

Welche Rolle spielt dabei die Kombination aus STOPA-­Lagersystemen und TRUMPF Software wie Oseon?

E. Mörtl: Eine sehr zentrale. Die Software übernimmt Planung, Optimierung und Steuerung. Sie organisiert Rücklagerungen, priorisiert Aufträge und optimiert Wegezeiten – oft sogar autonom über Nacht. Für den Kunden bedeutet das mehr Transparenz und weniger operative Eingriffe.

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Edgar Mörtl steht für jahrzehntelange Erfahrung in automatisierter Lagertechnik. Er beschreibt, welche Rolle intelligente Materialflüsse für stabile Prozesse spielen, warum das Lager zum Rückgrat moderner Fertigung wird und wie Kunden von skalierbaren Lösungen profitieren, die mit ihren Anforderungen wachsen und Investitionen langfristig absichern.


Nebenzeiten gelten als Produktivitätsbremse. Wie helfen integrierte Lösungen, sie zu minimieren?

J.-A. Junker: Nebenzeiten entstehen oft durch fehlendes Material oder ungeplante Stillstände. Wenn Lager, Maschine und Software als Einheit agieren, lassen sich diese Effekte stark reduzieren. Das System denkt mit – und arbeitet voraus.
 

Sie bezeichnen das Lager als Rückgrat der Smart Factory. Warum?

E. Mörtl: Weil der Gesamtwirkungsgrad eines Systems nur so gut ist wie seine einzelnen Komponenten. Das Lager stellt sicher, dass Material verfügbar ist und Prozesse stabil laufen. Hohe Verfügbarkeit ist hier entscheidend – sonst verpufft das Potenzial der Maschinen.
 

Viele Kunden wachsen schrittweise oder modernisieren bestehende Hallen. Wie unterstützt das gemeinsame Portfolio diese Szenarien?

E. Mörtl: Unsere Systeme sind skalierbar. Kunden können klein starten und ihr Lager über Jahre erweitern. Ein Lager steht oft 25 Jahre – Maschinen werden in dieser Zeit mehrfach erneuert. Darauf sind unsere Lösungen ausgelegt. Zusätzlich bieten wir den Kunden volle Flexibilität in der Materialflusslogistik, die zur Anwendung kommen kann. Flexible Kleinlager und hochintegrierte Großlager mit unterschiedlichsten Anbindungen und Stationen.
 

Was unterscheidet Großlagerlösungen von Kleinlagern?

J.-A. Junker: Wir sprechen hier von zwei Materialflussansätzen: dezentralen Kleinlagern, die ein bis zwei Maschinen versorgen, und zentralen Großlagern, die als logistischer Knotenpunkt viele Maschinen bedienen. Beide Konzepte haben unterschiedliche Stärken und Schwächen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden im Hinblick auf Prozesse, Fläche und Wirtschaftlichkeit bewerten. Zusammen mit STOPA können wir für beide Ansätze optimal abgestimmte Lösungen anbieten – und den Materialfluss passgenau auf jede Produktion ausrichten.

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Rückgrat der Fertigung: Automatisierte STOPA-Lagersysteme vernetzen Materialfluss, Maschinen und Software zu einem durchgängigen Prozess. Sie stellen Material exakt dann bereit, wenn es benötigt wird, reduzieren Wege, sparen Energie und steigern die Produktivität der gesamten Fertigung.


Im Fertigungsalltag entscheidet oft der Service über Produktionstüchtigkeit oder Stillstand. Welche konkreten Verbesserungen erleben Anwender durch die engere Verzahnung?

E. Mörtl: Der Kunde hat für seine Wünsche und Anliegen einen Ansprechpartner – unabhängig davon, ob es um Maschine oder Lager geht. Die Servicewelt von STOPA und TRUMPF wächst eng zusammen. Das beschleunigt die Serviceprozesse erheblich und reduziert Komplexität.
 

Wie leisten automatisierte Lagersysteme einen Beitrag zur Nachhaltigkeit?

E. Mörtl: Durch effiziente Materialbewegung, hohe Flächen­nutzung und optimierte Prozesse. Zum Beispiel indem Material nicht unnötig durch die Halle transportiert wird, sondern direkt dort bereitsteht, wo es gebraucht wird. Weniger Transporte, weniger Energieeinsatz pro Teil – das rechnet sich ökologisch und wirtschaftlich.
 

Was dürfen TRUMPF Kunden in den kommenden Jahren erwarten?

J.-A. Junker: Gemeinsam mit STOPA werden wir neue Produkte entwickeln, die sich flexibel an unterschiedliche Fertigungsgrößen und Anforderungen anpassen. Konkreter Nutzen für unsere Kunden: weniger Nebenzeiten, höhere Maschinenauslastung, transparente Materialverfügbarkeit und reduzierter Serviceaufwand – alles mit dem Ziel, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.

Erstellt am 10.04.2026
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