Die Zimmermann'sche Hammerschmiede

1771 - 1866

Errichtung der Hammerschmiede in Teningen

Bereits vor 1771 soll es am selben Standort schon eine alte Schmiede gegeben haben. Als Geburtsstunde jedoch gilt die Errichtung eines neuen Schmiedebetriebs durch Jakob Zimmermann im Jahr 1771. Von diesem Zeitpunkt an lässt sich die Entstehung des heutigen Industriestandortes Teningen nachverfolgen. In seiner Schmiede stellte Zimmermann Geräte her, die für die Land- und Forstwirtschaft sowie den Weinbau benötigt wurden. Dazu zählten unter anderem Äxte, Schaufeln und Beile. Das „Z“, mit dem er seine Werkzeuge kennzeichnete, wurde zum Gütezeichen und behielt seinen guten Ruf bis der Betrieb der Hammerschmiede in den 1950er Jahren eingestellt wurde.

Wasserbetriebenes Hammerwerk

Georg Friedrich Zimmermann übernahm die Schmiede von seinem Vater. Der Gewerbekanal, der von der Elz abgeleitet wurde, war nur wenige Meter von der Schmiede entfernt. Er brachte den jungen Zimmermann eines Tages auf die Idee, die Wasserkraft des Baches für seine Arbeit zu nutzen und so entstand 1815 ein Hammerwerk, das durch ein Wasserrad angetrieben wurde. Drei Hämmer mit unterschiedlicher Stärke und Schlagkraft, die automatisiert betrieben wurden, leisteten von nun an ihre Dienste. Die Hammerschmiede existiert noch heute und wäre auch nach wie vor betriebsfähig. 

Schmiedehämmer betrieben mit Wasserkraft 

Das Dorf Theningen 1825 (in der ursprünglichen Schreibweise)

Hammerschiede Fakten

  • Gewicht kleiner Schmiedehammer: ca. 30 kg
  • Gewicht großer Schmiedehammer: ca. 40 kg
  • Kraft Schmiedehammer pro Schlag: ca. 6 t
  • Hammerschläge pro Minute: ca. 30-50 Schläge (abhängig von der Drehzahl des Wasserrades)
  • Wellendurchmesser: 1m
  • Drehzahl Wasserrad: abhängig von Wassermenge im Bach, max. 30 Umdrehungen pro Minute
  • Wasserraddurchmesser: 2,5 – 3 m

Karl Saaler

Am 1. April Ende der 1830er Jahre wurde Karl Saaler als zweiter Sohn des Fuhrhalterei-Besitzers Nikolaus Saaler geboren. Er erlernte in jungen Jahren das Mechaniker-Handwerk bei Meister Wehrle in Emmendingen. Nach Ende seiner Lehrzeit ging Saaler zunächst nach Berlin und Jena und schließlich auch ins Ausland, wo er in Genf das Uhrmacherhandwerk erlernte. Von 1861-1866 war er als Betriebsleiter einer Uhrenfabrik tätig und erbaute in dieser Zeit auch das Glockenspiel an der Kirche von Notre Dame. 

Friederike Karoline Zimmermann trifft Karl Saaler

Georg Friedrich Zimmermann hatte einen Sohn und 3 Töchter. Der Sohn wollte den Beruf des Vaters nicht ergreifen und ging schon bald nach Amerika, wo er als Farmer arbeitete. Leider starb er schon sehr früh an einer unheilbaren Krankheit. Zimmermanns älteste Tochter, Friederike Karoline, wurde zur hausfräulichen Erziehung nach Paris geschickt, wo sie bei den regelmäßigen Treffen der in Paris lebenden Deutschen den jungen Karl Saaler kennenlernte. Die beiden verliebten sich und beschlossen gemeinsam wieder zurück in die Heimat zu kehren. Schon ein Jahr später (1867) schlossen Friederike Zimmermann und Karl Saaler den Bund fürs Leben. (Foto: Rudy and Peter Skitterians/Pixabay)

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Die Werkzeuge aus der Zimmermann‘schen Hammerschmiede wurden mit einem "Z" gekennzeichnet, das für Qualität stand. 


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