Herausforderungen
Die Automobilindustrie befindet sich in einem technologischen Wandel, es gilt: Je weniger Bauteile ein Fahrzeug benötigt, desto effizienter lässt es sich fertigen. „Durch größere Bauteile können wir effizienter produzieren und die Montagezeit reduzieren“, erklärt Miguel Angel Ferrandez, Director R&D BIW. „Außerdem lässt sich das Fahrzeuggewicht senken und die Sicherheit erhöhen.“ Mit der Ges-Gigastamping®-Familie leistet Gestamp hier Pionierarbeit. Es handelt sich hier um großformatige Strukturkomponenten, die durch Warmumformung aus hochfesten Stählen entstehen. Diese in einem industrietauglichen Prozess prozesssicher mit dem Laser zu schweißen, war allerdings eine Herausforderung, so Ferrandez: „Die pressgehärteten Stähle sind mit einer Aluminium-Silizium-Beschichtung (AlSi) versehen, welche die Bauteile vor Korrosion schützen. Beim konventionellen Punktschweißen spielt das keine Rolle. Beim Schweißen mit dem Laser haben wir uns aber zunächst die Zähne ausgebissen.“ Der Knackpunkt war, dass sich die beiden unterschiedlichen Materialien innerhalb der Schweißnaht nicht homogen verbinden ließen. Stattdessen bilden sich intermetallische Phasen und alpha-Ferrit, Gefügebestandteile, welche die Nahtqualität und die daraus resultierenden Strukturmechanischen Eigenschaften des Bauteils negativ beeinflusst, so Nicolai Speker, Leiter der Anwendungsentwicklung bei TRUMPF.







