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Sabrina Schilling

WM-Feeling in XXL: TRUMPF und Daktronics zeigen, wer Weltmeister wird

D ie besten Mannschaften der Welt kämpfen bei der Fußball WM 2026 in den USA um den Pokal. Mit seinen Displays macht Daktronics die Weltmeisterschaft zu einem spektakulären Erlebnis.

48 Mannschaften, 104 Spiele, mehr als drei Millionen Zuschauer in den Stadien. Die Fußball WM 2026 ist ein Sport-Event der Superlative und die ganze Welt schaut zu, wenn in den insgesamt 16 Stadien in den USA, Mexiko und Kanada angepfiffen wird.

Der Elektronikhersteller Daktronics Inc. macht die WM-Spiele zu einem echten visuellen Erlebnis. Das Unternehmen aus Brookings, im US-Bundesstaat South Dakota, ist Spezialist für LED-Displays, Audio- und Sportanzeigesysteme. Mit dem weltgrößten, doppelseitigen Halo-Display im Inuit Dome, dem Basketball-Stadion der Los Angeles Clippers, sorgte das Unternehmen für Aufsehen. Und auch zahlreiche Arenen der Fußball WM stattet es mit seinen Lösungen aus. „In sechs US-Stadien und einem in Mexiko sind unsere Anzeigesysteme installiert“, berichtet Matt Kurtenbach, Vice President of Manufacturing bei Daktronics. „Große Videoleinwände ebenso, wie Haupt- und Bandenanzeigesysteme. Neben den aktuellen Spielständen sind darauf auch Stadionszenen, Video-Clips und Werbeeinspieler zu sehen. Sie bestehen teilweise aus Millionen kleinster LEDs. Wir sorgen natürlich dafür, dass sie auf dieser großen Bühne optimal funktionieren und für die WM einsatzbereit sind.“




Ein Erlebnis auf dem ganzen Weg

Matt Kurtenbach arbeitet bereits seit 35 Jahren bei Daktronics. Zu sehen, wie die Displays aus der eigenen Fertigung für emotionale Erlebnisse sorgen, macht ihn noch immer stolz – und das gilt nicht nur für die spektakulären XXL-Lösungen. „Natürlich sind unsere großen Projekte wie der Inuit Dome beeindruckend. Was mich aber am meisten freut, ist dass wir die Menschen auf ihrer gesamten Reise, von ihrem Zuhause, bis zur Spielstätte begleiten. Wenn sie mit dem Auto unterwegs sind, sehen sie Daktronics-Anzeigen, die dabei helfen, den Verkehr zu steuern. An der Tankstelle zeigen unsere Displays den Kraftstoffpreis an oder werben für Angebote im Laden. An der U-Bahnstation oder im Stadion, helfen sie den Besuchern, den Weg zu finden. Unsere Produkte sind also überall, in ganz unterschiedlicher Form.“

Langlebige Displays, verlässliche Maschinen

Daktronics setzt auf eine hohe Fertigungstiefe. Weltweit fertigen 2.500 Mitarbeiter alle Komponenten selbst. Vom Metallgehäuse, über die LED-Module bis hin zur Elektronik und Steuerung. Die Gehäuse bestehen größtenteils aus Aluminium, teilweise aus Stahl. Die eigentliche Anzeigeneinheit, das LED-Modul, wird darin eingebracht und mit allen Komponenten im System verbunden.

Für das Schneiden, Stanzen und Biegen der Metallkomponenten setzt Daktronics seit rund 25 Jahren auf Maschinen von TRUMPF. Matt Kurtenbach begleitete den Wechsel selbst. Davor arbeitete das Unternehmen noch mit Revolverstanzmaschinen. Das Problem: Die Werkzeuge wurden schnell stumpf. Die ständigen Werkzeugwechsel erhöhten die Stillstandszeiten der Anlagen. „TRUMPF versprach uns deutlich höhere Standzeiten. Also beschlossen wir, eine Stanzmaschine auszuprobieren und zu sehen, ob sie hält, was TRUMPF verspricht. Und das tat sie. Diese erste Anlage ist übrigens immer noch im Einsatz.“

Daktronics fertigt in der Regel auftragsbezogen individuelle Lösungen. Die Folge: eine große Produktvielfalt und geringe Stückzahlen.

Daktronics legt Wert auf eine hohe Fertigungstiefe. 2.500 Mitarbeiter weltweit bauen alle Komponenten selbst. Vom Metallgehäuse, über die LED-Module bis hin zur Elektronik und Steuerung.

Matt Kurtenbach, Vice President of Manufacturing bei Daktronics, hat doppelten Grund zum Jubeln: Mit dem Anpfiff der Fußball WM 2026 erstrahlen auch die Displays von Daktronics in den Stadien und machen die Spiele zu einem spektakulären Ereignis.

Daktronics setzt auf automatisierte Abläufe: Fast alle Maschinen sind mit Automatisierungskomponenten ausgestattet und an das STOPA Lager angebunden. 

Mittlerweile ergänzen zahlreiche Biege- und Stanzmaschinen, eine TruMatic 6000 fiber Stanz-Laser-Maschine sowie eine TruLaser Weld 5000 Laserschweißanlage den Maschinenpark. Bei der Wahl der Maschinen stehen für Kurtenbach neben einer hohen Präzision und Zuverlässigkeit vor allem die Langlebigkeit und damit die Gesamtkosten im Fokus: „TRUMPF baut keine günstigen Maschinen, aber extrem zuverlässige. Über die gesamte Lebensdauer der Anlagen rechnet sich das. Außerdem bietet uns TRUMPF auch über diese lange Dauer einen kontinuierlichen Service.“ Fast alle Anlagen sind mit Automatisierungskomponenten wie dem SheetMaster für das Blechhandling, STOPA Lager und dem ToolMaster für den automatischen Werkzeugwechsel ausgestattet. Daktronics profitiere durch die höhere Produktivität und mehr Sicherheit für die Mitarbeiter, betont Kurtenbach.

Alles im Fluss

Eine große Produktvielfalt und geringe Stückzahlen sind in seiner Fertigung charakteristisch, denn Daktronics fertigt meist auftragsbezogen. „Ähnlich wie bei TRUMPF haben unsere Kunden Optionen, aus denen sie wählen können, diese fügen wir dann zur individuellen Lösung zusammen“, sagt Kurtenbach. Er ergänzt: „Der durchgängige und vernetzte Fertigungsansatz von TRUMPF war für unsere Fertigungsprozesse darum eine echte Inspiration. Als ich sah, wie TRUMPF es in seiner Produktion einsetzte, sagte ich: Hey, ich glaube, das können wir hier bei Daktronics auch.“

Seit 25 Jahren baut Daktronics auf Maschinen von TRUMPF.  Matt Kurtenbach schätzt ihre hohe Präzision und Zuverlässigkeit, aber auch die Langlebigkeit der Anlagen.

Die Metallgehäuse der Display bestehen größtenteils aus Aluminium, teilweise aus Stahl. Die eigentliche Anzeigeneinheit, das LED-Modul, wird darin eingebettet und mit allen Komponenten im System verbunden.  

Qualität steht bei Daktronics im Fokus. Präzises Biegen der übergroßen Rahmenteile gehört dazu.

Mittlerweile ist diese Vision einer Fließfertigung in Brookings schon lange Realität und Matt Kurtenbach denkt bereits weiter: „Das Rohmaterial an die automatisierte Zelle zu bringen und die fertigen Teile weiter zur nächsten Fertigungsanlage, das wird die nächste Herausforderung in Sachen Automation.“ Kurtenbach hat die Vorteile der automatisierten Fertigung bereits bei Daktronics’ strategischem Partner Counterpart, Inc. erlebt. Dieser setzt das automatisierte Laserschneidsystem TruLaser Center 7030 und das robotergestützte Laserschweißsystem TruLaser Weld 5000 ein, um die termingerechte und zuverlässige Lieferung von Fertigungsteilen zu gewährleisten.

Zudem erfolge die Montage der Displays aktuell vor allem manuell, auch dieser Fertigungsschritt lasse sich stärker automatisieren. Einen echten Wachstumsmarkt sieht Kurtenbach derzeit bei hochauflösenden Indoor-Displays. Die Nachfrage steigt, die Anforderungen an die Produktion ebenfalls: „Je enger die Pixel beieinander liegen, desto höher ist die Präzision der gesamten Displaykonstruktion. Deshalb werden wir in Zukunft auf engere Toleranzen hinarbeiten.“

Die ganze Welt in der ersten Reihe

Moderne Anlagen, mehr Automatisierung, höhere Präzision – all das zahlt für Matt Kurtenbach auf ein zentrales Versprechen ein: „Die Kunden kaufen bei Daktronics nicht nur ein Display, sondern vor allem Vertrauen in ein zuverlässiges Produkt und einen Partner, der langfristig hinter seiner Lösung steht.“ Mit einem Partner wie TRUMPF, der ähnlich tickt, will er dafür sorgen, dass dieses Versprechen auch in Zukunft gilt und Daktronics auch beim nächsten Sportevent mit seinen Displays im Großen wie im Kleinen für ein eindrucksvolles Erlebnis sorgt.

Wenn bei der Fußball-Weltmeisterschaft die Daktronics-Displays in den Stadien leuchten, schaut auch Kurtenbach zu – als begeisterter Sportfan freut er sich auf die besondere Atmosphäre des Turniers. Er drückt den Gastgeberländern USA und Mexiko die Daumen, nicht zuletzt, weil Daktronics dort mit eigenen Standorten vertreten ist. „Diese Spiele schaue ich mir auf jeden Fall an.“

Erstellt am 11.06.2026
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