Produktivste Stanzmaschine von TRUMPF wird noch digitaler und bedienerfreundlicher // Lösung trägt dem steigenden Bedarf der Industrie an gestanzten Teilen Rechnung // Maschine ist Teil eines direkt verketteten Systems, das anders als klassische Linienfertigung einen flexiblen Materialfluss ermöglicht
EuroBLECH 2026: TRUMPF setzt neue Maßstäbe in der Stanzbearbeitung
Ditzingen/Hannover, 16. September 2026 – Auf der EuroBLECH präsentiert TRUMPF die neue Generation seiner produktivsten Stanzmaschine, der TruPunch 5000. Bei der Neuentwicklung hat TRUMPF insbesondere die Zuverlässigkeit, Produktivität und Bedienerfreundlichkeit der Maschine verbessert. „Besonders in der Energie- und Elektronikindustrie, welche aktuell zu den wachstumsstärksten Branchen gehören, sehen wir einen steigenden Bedarf an gestanzten Blechteilen. Mit der neuen TruPunch 5000 unterstützen wir unsere Kunden dabei, hohe Stückzahlen wirtschaftlich und automatisiert zu fertigen“, sagt Michael Steimle, Produktmanager bei TRUMPF.
Mehr Transparenz für höhere Produktivität
Für mehr Transparenz in der Fertigung sorgen die neue Maschinensteuerung, das integrierte Kamerasystem „Vision Equipment Pro“ sowie ein zweiter Monitor. Die neue Maschinensteuerung übermittelt die Prozess- und Zustandsdaten der Maschine an den digitalen Service „Smart View“ von TRUMPF. Maschinenbediener können die Informationen standortunabhängig auf einem Dashboard einsehen und bei drohenden Stillständen frühzeitig gegensteuern. Darüber hinaus erfassen bis zu zehn integrierte Kameras den Arbeitsbereich der Maschine. Diese Aufnahmen können Fertigungsmitarbeiter jederzeit ortsunabhängig abrufen, beispielsweise am Rüstplatz. Zusätzlich lassen sich auf einem zweiten Bildschirm Informationen zur Fertigung anzeigen, etwa Kamerabilder der Maschinen oder Daten aus der TRUMPF Software Oseon. Auch Maschinenupdates lassen sich zukünftig ohne einen Servicetechniker vor Ort, einspielen. Perspektivisch plant TRUMPF, den Service „Remote Operation Support“ auch für die TruPunch 5000 anzubieten. Dabei kann TRUMPF die Maschine beim Anwender aus der Ferne entstören. „So können unsere Kunden beispielsweise über Nacht fertigen, ohne dass Personal anwesend sein muss“, so Steimle.
Maschinensteuerung als Basis für KI-gestützte Automatisierung
Mit der neuen Maschinensteuerung legt TRUMPF bei der TruPunch 5000 die Grundlage für hochflexible und zukunftsfähige Automatisierungen. So zeigt das Unternehmen auf der EuroBLECH erstmals eine KI-gestützte Lösung, um Kleinteile automatisiert zu sortieren. Die intelligenten Kameras erkennen die Lage der Kleinteile, wodurch ein Roboter diese ohne Programmieraufwand aufnehmen und sortieren kann. Das reduziert Nebenzeiten und steigert die Produktivität der Fertigung.
Bei der neuen TruPunch 5000 hat TRUMPF die Bedienbarkeit bedeutend vereinfacht. Ein verbessertes Sicherheitskonzept verkürzt die Laufwege des Bedieners und reduziert die Nebenzeiten. Auch das Werkzeugrüsten hat TRUMPF anwenderfreundlicher gestaltet. Der neue Werkzeugwechsler „ToolMaster Linear“ verfügt über ein zusätzliches Display direkt am Rüstplatz. Bediener sehen dort alle notwendigen Werkzeuginformationen und können schneller und sicherer rüsten.
Bewährte Technik für vielfältige Fertigungsaufgaben
An den bewährten Leistungsdaten der Vorgängermaschine hält TRUMPF bei der neuen TruPunch 5000 fest. Mit 22 Tonnen Stanzkraft verarbeitet die Maschine Bleche bis zu einer Dicke von acht Millimetern und das mit bis zu 1.600 Hüben pro Minute. Neben Stanzungen erzeugt sie auch anspruchsvolle Umformungen wie Prägungen oder Durchzüge. Der offene Maschinenrahmen ermöglicht eine hohe Flexibilität bei unterschiedlichen Bauteilgrößen und sorgt für eine gute Zugänglichkeit der Maschine – selbst bei hochautomatisierten Systemen. Weiterhin ermöglicht die aktive Matrize der TruPunch 5000 hochwertige, kratzerarme Oberflächen, größere Umformhöhen und eine höhere Prozesssicherheit bei anspruchsvollen Stanz- und Umformanwendungen. Die TruPunch 5000 eignet sich sowohl für Kleinserienfertiger als auch für Hersteller großer Stückzahlen. Typische Anwendungen reichen vom Schaltschrankbau über Komponenten für Rechenzentren bis hin zu filigranen Verkleidungs- und Funktionsteilen.
TruPunch 5000 als Teil eines direkt verketteten Fertigungssystem
Auf der EuroBLECH zeigt TRUMPF die TruPunch 5000 als Teil eines direkt verketteten Fertigungssystems. Dabei legt die Automatisierung “SheetMaster” die gestanzten Teile auf ein Pufferförderband. Dieses transportiert sie automatisch in die Biegezelle TruBend Center 7030, wo ein Manipulator sie aufnimmt und biegt. Anders als bei der klassischen Linienfertigung, bleibt der Materialfluss bei der TRUMPF Lösung flexibel. Anwender können die Bauteile beispielsweise auch ins Lager zurückführen oder einem mobilen Roboter übergeben, der sie weiter transportiert. Dadurch eignet sich das System für die Fertigung unterschiedlichster Bauteile und hilft Blechfertigern, sich zukunftssicher aufzustellen. Dank der Flexibilität beim Materialfluss können die TruPunch 5000 und die TruBend Center 7030 auch bei unterschiedlichen Bearbeitungsgeschwindigkeiten jeweils ihre volle Produktivität entfalten. Ist eine Maschine ausgelasteter als die andere, gleicht ein integriertes Pufferlager den Materialfluss aus, während Restbleche parallel für weitere Prozesse genutzt werden können. So verbindet die Lösung die Vorteile einer Direktverkettung mit hoher Flexibilität und einer konstant hohen Auslastung beider Maschinen. „Bei unserem direkt verketteten System kann der Anwender den optimalen Materialfluss für jedes Teil individuell festlegen und die Produktivität der Maschinen voll ausschöpfen. Diese Flexibilität ist am Markt für Blechfertigung bislang einzigartig“, sagt Produktmanager Sebastian Götz.
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