Druckluft als Schneidgas statt Stickstoff senkt Teilekosten im Hotforming // Neue Düsen‑ und Prozesslösung von TRUMPF erhöht Produktivität und Verfügbarkeit der Anlagen
Automobilindustrie: TRUMPF Lasertechnik senkt die Fertigungskosten beim Hotforming
Ditzingen, 21. April 2026 – Das Hochtechnologieunternehmen TRUMPF senkt mit einer neuen Lasertechniklösung die Teilekosten um bis zu 20 Prozent beim Schneiden von Hotforming-Bauteilen für sicherheitsrelevante Karosseriestrukturen. “Energiekosten, teures Schneidgas und ungeplante Stillstände treiben die Teilepreise beim Hotforming nach oben. TRUMPF bietet nun eine Lösung, die genau hier ansetzt. Mit der Kombination aus neuer Schneiddüse, neuer Faserlasergeneration und bewährter Strahlformungstechnologie ermöglichen wir ein effizientes Laserschneiden von Hotforming-Teilen, das unsere Kunden noch wettbewerbsfähiger macht”, sagt Ralf Kohllöffel, verantwortlich für das Produktmanagement der 3D-Systeme bei TRUMPF. Das Hochtechnologieunternehmen zeigt die neue Lösung auf seiner Hausmesse INTECH in Ditzingen.
Weniger Maschinenstillstände und höhere Produktivität
Anwender profitieren bei der neuen Lösung von weniger Maschinenstillständen und weniger Serviceeingriffen. Kern der neuen Lösung ist eine neue Schneiddüse. Das neue Design ermöglicht es den Düsen‑Blech‑Abstand auf mehrere Millimeter zu vergrößern. Das senkt das Risiko von Kollisionen von der Düse mit dem Blech beim Schneidvorgang deutlich. “Gerade beim Laserschneiden mit Druckluft als Schneidgas waren Düsenkollisionen bislang ein häufiger Störfaktor. Sie führten zu beschädigten Düsen, schwankender Schnittqualität und ungeplanten Maschinenstillständen. Bei Tests waren die neuen Düsen mehr als 3 Monate im Einsatz ohne getauscht werden zu müssen. Die typische Lebensdauer von den bereits verbesserten X-Blast Standarddüsen lag bislang bei einigen wenigen Tagen”, sagt Kohllöffel. Auch bei weniger idealen Programmierungen oder schwankenden Fertigungsbedingungen bleibt nun der Schneidprozess stabil, selbst beim Verwenden von Druckluft als Schneidgas.
Kosten für Schneidgas sinken um 75 Prozent
Durch den Einsatz von Druckluft statt Stickstoff können Anwender ihre Schneidkosten um 75 Prozent senken. “Druckluft ist als Schneidgas zwar deutlich günstiger als Stickstoff, galt bislang jedoch als weniger robust insbesondere im Dauerbetrieb hochproduktiver Anlagen. Genau hier setzt die neue Prozesskombination von TRUMPF an”, sagt Kohllöffel. Während früher viele Anwender aus Gründen der Prozesssicherheit beim teureren Stickstoff blieben, ermöglicht die neue X-Blast 2.0 Düse in Kombination mit der Strahlformungstechnologie BrightLine Speed nun den industriellen Einsatz von Druckluft auch im 24/7‑Betrieb hochproduktiver 3D-Laserschneidmaschinen beim Schneiden von Hotforming-Bauteilen in der Automobilindustrie.
BrightLine Speed ist eine Strahlformungstechnologie, die es ermöglicht, mit geringerer Laserleistung höhere Schnittgeschwindigkeiten zu erzielen. Das bedeutet: Anwender schneiden mit beispielsweise 3 Kilowatt Laserleistung schneller als Wettbewerber mit 4 Kilowatt. Zudem profitiert der Nutzer aufgrund der hohen Brillanz des Lasers durch einen deutlich geringeren Verbrauch von Schneidgas als bei einem Standardprozess ohne BrightLine Speed
Die neue Generation der TRUMPF Faserlaser ergänzt diesen Effekt. Sie arbeitet deutlich energieeffizienter und reduziert den Strombedarf der Strahlquelle. Gleichzeitig sinkt durch die geringere notwendige Laserleistung der gesamte Energieeinsatz pro Bauteil.
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